Otto Graf Lambsdorff Familie

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Otto Graf Lambsdorff Familie -Otto Graf Lambsdorff wurde in die baltisch-deutsche Adelsfamilie Lambsdorff hineingeboren. Ursprünglich besuchte er 1932 die Schulen in Berlin, dann von 1941 bis 1944 als Internatsschüler der alten Ritterakademie. Das Saldern-Gymnasium Brandenburg a der Havel. Im Frühjahr 1944 trat er als Offiziersanwärter in die Wehrmacht ein und wurde schwer verletzt bei einem Tiefflugangriff bei Herpf in Thüringen Ostern 1945. Aufgrund der Wunde musste ihm der linke Unterschenkel amputiert werden, weshalb er schließlich einen Gehstock benötigte.

Lambsdorff legte 1946 nach Kriegsgefangenschaft das Abitur am Pestalozzi-Gymnasium in Unna ab und studierte anschließend Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Bonn und Köln, das er 1950 mit der ersten juristischen Staatsprüfung abschloss . Mit der Arbeit Abschied vom Reichsversorgungsgesetz, die die aktuelle Rechtsprechung zum RLG berücksichtigte, promovierte er 1952. Das zweite Staatsexamen legte er 1955 ab.

Von 1955 bis 1971 war er im Bankgewerbe tätig, zuletzt als Generaldirektor der Düsseldorfer Privatbank Trinkaus. 1960 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Von 1971 bis 1977 war er Vorstandsmitglied der Victoria Reinsurance AG. 1978 trat er in die Rechtsanwaltskanzlei Wessing/von der Goltz in Düsseldorf ein. Von 1988 bis Juli 2008 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Iveco Magirus AG. Lambsdorff war Mitglied des Beirats von GML, dessen Hauptgesellschafter Mikhail Chodorkovsky war.

Herbert Graf Lambsdorff und Eva von Schmid hatten drei Kinder, von denen das älteste Otto Graf Lambsdorff war. Hagen Graf Lambsdorff, sein Bruder, diente als deutscher Botschafter in Tschechien und Lettland. 1953 heiratete Lambsdorff Renate Lepper. Aus dieser Ehe brachte er drei Kinder hervor.

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Unter den Geschiedenen war auch der Gesandte Nikolaus Graf Lambsdorff. Lambsdorff heiratete Alexandra von Quistorp 1975 zum zweiten Mal. Er lebte in Bad Münstereifel-Eschweiler, dann für kurze Zeit in Bonn. Sein Friedhof befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf, einem Familienfriedhof.

Alexander Graf Lambsdorff, sein Neffe, war seit 2017 Bundestagsabgeordneter und vertrat die FDP von 2004 bis 2017 im Europäischen Parlament. Seit 1951 ist Lambsdorff Mitglied der FDP. Von 1968 bis 1978 gehörte er dem Vorstand der FDP in Nordrhein-Westfalen an. –

Westfalen wurde zum Schatzmeister ernannt. Lambsdorff gehörte seit 1972 dem Bundesvorstand der FDP sowie seit 1982 dem FDP-Präsidium an. Vom 8. Oktober 1988 bis 11. Juni 1993 war er Bundesvorsitzender der FDP, seit 1993 Ehrenvorsitzender. Lambsdorff war Präsident der Vereinten Nationen von 1991 bis 1994.

Liberal International ist eine Gruppe von Liberalen aus der ganzen Welt. Von 1995 bis 2006 war er Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Das Archiv des Liberalismus in Gummersbach verfügt über Unterlagen zu seiner Arbeit für die FDP und die Liberale Internationale.

Am 7. Oktober 1977 wurde er zum Wirtschaftsminister in der von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführten Bundesverwaltung ernannt. Lambsdorff setzte sich aus Überzeugung von Ordnungsliberalismus und Marktwirtschaft für eine Änderung des Mitbestimmungsgesetzes ein. Er versuchte zu verhindern, was er sah als übermäßige Beteiligungsrechte, die im Mitbestimmungsgesetz 1976 auf Grund der Empfehlungen der Biedenkopf-Kommission festgelegt worden waren. Andererseits sprach er sich im Rahmen der globalen Steuerung gegen “Deficit Spending” aus, das die Schuldenlast des Staates in die Höhe treibe.

Nach der Bundestagswahl 1980 war Lambsdorff maßgeblich an der Ausarbeitung des sogenannten Lambsdorff-Papiers beteiligt, auch Scheidungsurkunde oder Sezessionsmanifest genannt, das am 9. September 1982 veröffentlicht wurde. In der sozialliberalen Koalition kam es zu einer Spaltung und die vier FDP-Bundesminister traten am 17. September 1982 zurück. Lambsdorff wurde am 4. Oktober 1982 erneut zum Wirtschaftsminister ernannt, nachdem Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt worden war.

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Der Bundestag hob am 2. Dezember 1983 auf Antrag der ermittelnden Staatsanwaltschaft Bonn die Immunität des derzeitigen Bundeswirtschaftsministers Lambsdorff auf. Lambsdorff trat daraufhin am 27. Juni 1984 zurück, als die Anklage zugelassen wurde. Der Prozess vor dem Bonner Landgericht dauerte fast anderthalb Jahre. Otto Graf Lambsdorff wurde zusammen mit Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch und dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs am 16. Februar 1987 wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Lambsdorff wurde zu einer Geldstrafe von 180.000 D-Mark verurteilt. Mangels Beweisen sprach das Gericht den Angeklagten der Bestechung frei. Das Bundeswirtschaftsministerium hingegen entschädigte ihn mit 515.000 DM zur Deckung seiner Prozesskosten. Als bekannter Verfechter der Marktwirtschaft wurde ihm der abfällige Beiname „Marktgraf“ geprägt.

Im Übrigen wurde Herbert Wehners Erfindung Lambsdorff als positives Markenzeichen für ihn genutzt

seines Lebens. Lambsdorff blieb in seiner Partei beliebt und konnte 1988 bei der FDP-Parteivorsitzendenwahl Irmgard Adam-Schwaetzer als Nachfolgerin von Martin Bangemann besiegen.

Während seiner Amtszeit, die im August 1990 begann, fusionierte die FDP mit der LDPD und anderen liberalen Organisationen in der DDR. Nach der deutschen Wiedervereinigung erzielte die FDP eines der besten Wahlergebnisse ihrer Geschichte. Lambsdorff war einer der ersten, der sich für eine „Rückkehr zu mehr marktwirtschaftlichen Vorstellungen und Idealen“ anstelle des bisherigen „Umverteilungsprogramms“ einsetzte.

Dies prägte in der Folge die Wiesbadener Leitsätze der FDP. Als Sprecher des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder begann er nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1999 die Verhandlungen über Art und Höhe der Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ wurde im Sommer 2001 gegründet, um mit der Reparatur zu beginnen. Lambsdorff wurde dafür mit dem Toleranzpreis des Jüdischen Museums in Berlin ausgezeichnet.

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